Frauenrechte sind Menschenrechte – Dr. Monika Hauser, Gründerin von medica mondiale e.V., stellte am 7. Februar 2019 bei einem Vortrag in Ravensburg die Arbeit der international tätigen Frauenrechtsorganisation vor.

Sexualisierte Gewalt im Krieg

Die Fallbeispiele, die Dr. Monika Hauser mitgebracht hatte, waren eindrücklich, wie auch die Bilder, die sie der überwiegend weiblichen Zuhörerschaft zeigte. Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten sind in einem besonderen Ausmaß sexualisierter Gewalt ausgesetzt. In Afghanistan, dem Irak, Liberia und in Bosnien vernetzt medica mondiale lokale AktivistInnen und Organisationen zu Allianzen, die Frauen unterstützen und beraten. Die Unterstützung erfolgt durch medizinische Versorgung, psychosoziale Betreuung und juristische Beratung. Doch hier endet die Arbeit von medica mondiale noch lange nicht.

Engagement auch von Männern erwartet

Es genüge nicht, immer nur darüber zu reden, wie schlimm das alles sei, sagte Monika Hauser. Es ginge stets darum, konkret etwas zu tun, dort wie hier bei uns. Sie betonte, dass ein Umdenken auf gesellschaftspolitischer Ebene an erster Stelle stehe, um politische Veränderungen für Frauen zu erzielen: beispielsweise könne jeder Mann einem anderen beim Erzählen eines sexistischen Witzes Einhalt gebieten. In diesem Sinne bezieht sie in ihrer Arbeit immer auch bewusst die politischen Akteure vor Ort mit ein, spricht sowohl mit Frauen als auch mit Männern.

Die Veranstaltung mit etwa 90 Zuhörerinnen und Zuhörern fand auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Ravensburg im Rahmen der Aktion One Billion Rising statt. Mehr über medica mondiale e.V. im Interview mit Dr. Monika Hauser in der Schwäbischen Zeitung am 1. Februar 2019 →