Andere in der Pandemie erreichen, Bollwerke gegen die Einsamkeit errichten, Diversität nutzen und zusammenbringen – generationsübergreifend, interkulturell und sozial verbindend: Viele Organisationen loten neue Chancen aus, wie sie ehrenamtliche Arbeit, Freiwilligendienste und Patenschaftsprogramme digitalisieren können, um mehr Menschen zusammenbringen. Hier stellen wir Kooperationsprojekte vor, die aktiv Online-Wege beschreiten und andere zum Ausprobieren einladen.

Zusammen neue Wege gehen

Open transfer: Wissen teilen und weitergeben

openTransfer #Patenschaften ist ein Programm der Stiftung Bürgermut, gefördert durch das Bundesprogramm “Menschen stärken Menschen” des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Kennengelernt haben wir das engagierte Team bei der Digitalen Tandem Tour. Zusammen mit 19 anderen Projekten aus ganz Deutschland wurden wir ausgewählt, um im Oktober an einem einwöchigen Intensivprogramm teilzunehmen: 5 spannende Tage im digitalen Raum, rund um die Digitalisierung von Patenschaftsbeziehungen und ehrenamtlicher Unterstützung: Workshops, Kurz-Impulse und viele mutmachende Momente. In Teams konnten wir Erfahrungen austauschen, fachliche Fragen diskutieren und im geschützten Raum auch mal über das reden, was uns gerade Sorgen bereitet. Am Ende jede Menge Erkenntnis: Wir sind nicht alleine da draußen im Digital Space. Du bist nie zu alt für Neues. Und glaub auch digital nicht alles, was du denkst!

Digitales Barcamp – Unkonferenz online

Im openTransfer CAMP #Patenschaften trafen sich die über 100 Teilnehmenden im virtuellen Plenum, um sich dann in kleineren innovativen Sessions zusammenzufinden. Barcamps sind schon deshalb besonders, weil die Teilnehmenden selbst das Programm gestalten. In der digitalen Variante finden die einzelnen Meetings dann tatsächlich in den individuellen Räumlichkeiten der Impulsgebenden statt – persönlicher geht es kaum!
Organisiert von der Stiftung Bürgermut in Hamburg bot das CAMP am 11. Dezember 2020 einen Tag lang guten Input zu aktuellen Themen rund um ehrenamtliches Engagement nicht nur in der Pandemie. Denn viele Herausforderungen – Verlässlichkeit, Beziehungsaufbau, Bindung, Zusammenarbeit mit Behörden – sind nicht neu, sondern werden durch Corona-Regeln und social distancing nur deutlicher. Umso wichtiger waren die vielen persönlichen Kontakte, die kreativen Projektideen und der kostenlose Zugriff auf erstklassiges Material in Sachen Technik und Tools. Inklusive gemeinsamer Pausen mit Musik und Unterhaltung, perfekt vorbereitet und am eigenen Rechner zuhause: Wow!

Helpenger: Soziales Handeln neu gedacht

Soziale Projekte digital aufsetzen, managen und erfolgreich durchführen – dieser Challenge stellt sich Inisha e.V.. Das jüngste Projekt im Bereich der interkulturellen Arbeit führt die Initiative für Soziales Handeln gemeinsam mit helpu durch – ein gemeinnütziger Verein, der bereits 2015 eine Willkommensapp für geflüchtete Menschen entwickelt hat. Jetzt geht es um ein digitales Matching-Tool, in dem sich Hilfesuchende und Hilfebietende schnell und einfach zusammenfinden können: Helpenger.

Die Idee entstand bei der gemeinsamen Teilnahme am Hackathon #wirvsvirus im Frühjahr 2020 im ersten Lockdown. 2021 kann ein erster regionaler Prototyp an den Start gehen. Und hier kommen wir ins Spiel; denn wir stellen auf www.ikehra.de die passende Testumgebung bereit und unterstützen Helpenger von Anfang an.

Unsere Vision:

Schnelle Hilfe für alle durch systematisches Vernetzen. Neugierig? Wir informieren gern!